Syom

 

Wie dieses Buch entstand

 

Dieses Buch entstand nicht aus dem Plan heraus, ein fertiges Bild vom Jenseits zu beschreiben.

 

Am Anfang standen einzelne Jenseitskontakte. Dabei zeigte sich mit der Zeit etwas, das uns immer stärker beschäftigte: Die Seelen beschrieben von sich aus zunehmend genauer, wo sie sich befinden, wie sie dort wahrnehmen, was sie tun und welche Aufgaben oder Erfahrungen für sie wichtig sind.

 

Es waren nicht nur kurze Botschaften oder allgemeine Hinweise. Immer öfter entstanden konkrete Beschreibungen: von Orten des Ankommens, von Begleitung, von Heilung, von Begegnungen, von persönlichen Räumen, von Lernen, Aufgaben und einem Alltag nach dem Tod.

 

Parallel dazu machten wir in hypnotischen Rückführungen eine ähnliche Beobachtung. Auch dort berichteten Klienten zunehmend detaillierter über Bereiche jenseits des irdischen Lebens. Sie beschrieben Eindrücke, Abläufe, Orte und Zusammenhänge, die sich nicht nur auf frühere Leben bezogen, sondern auch auf Erfahrungen zwischen den Leben und nach dem Übergang.

 

Dadurch entstand für uns die Frage, ob sich beide Zugänge miteinander vergleichen lassen.

 

Die Jenseitskontakte auf der einen Seite und die hypnotischen Rückführungen auf der anderen Seite wurden für uns zu zwei unterschiedlichen Wegen, um Aussagen über das Jenseits zu betrachten. Uns interessierte besonders, ob sich wiederkehrende Muster zeigen: ähnliche Orte, ähnliche Abläufe, ähnliche Aufgaben, ähnliche Formen der Begleitung und ähnliche Beschreibungen des Erlebens nach dem Tod.

 

Natürlich lässt sich das Jenseits nicht auf die gleiche Weise überprüfen wie ein äußerer Ort in unserer physischen Welt. Aber wir können Aussagen sammeln, vergleichen, Übereinstimmungen wahrnehmen und sorgfältig dokumentieren, was sich in unterschiedlichen Gesprächen wiederholt.

 

Mit der Zeit wurde uns auch bewusst, dass diese Gespräche nicht nur für unsere Forschungsarbeit wichtig waren. Viele Menschen tragen Fragen, Sehnsucht oder Schmerz in sich, wenn sie einen geliebten Menschen verloren haben. Deshalb entstand auch der Wunsch, mit diesem Buch einen Raum zu öffnen, der Menschen in ihrer Trauer begleiten kann. Nicht durch fertige Antworten, sondern durch Einblicke, die Hoffnung, Trost und eine neue Perspektive ermöglichen können.

 

Aus diesem Grund begannen wir, die Gespräche nicht nur für uns zu notieren, sondern systematisch zu sammeln. Uns war wichtig, die Aussagen in ihrer ursprünglichen Form zu bewahren und nicht nachträglich in ein festes Glaubenssystem einzuordnen.

 

So entstand Schritt für Schritt dieses Buch.

 

Es ist eine Sammlung von Gesprächen, Beobachtungen und wiederkehrenden Beschreibungen. Es möchte keine endgültige Antwort geben, sondern einen konkreten Einblick ermöglichen: in das, was Seelen selbst über ihren Übergang, ihr Ankommen und ihren Alltag nach dem Tod berichten.

 

Wenn dieses Buch Menschen in ihrer Trauer berührt, ihnen einen kleinen Moment der Hoffnung schenkt oder die Vorstellung öffnet, dass Liebe über den Tod hinaus bestehen kann, dann erfüllt es einen weiteren wichtigen Teil seiner Aufgabe.